Gut Ludwigsburg

Gut Ludwigsburg ging aus einer Wasserburg des Mittelalters hervor. Das ursprünglich als Kohöved (dänisch für „Kuhkopf“) bekannte Adlige Gut in der Nähe von Eckernförde kam im 18. Jahrhundert in den Besitz des Grafen Friedrich Ludwig von Dehn. Unter dem königlichen Statthalter in Schleswig-Holstein wurde das heutige barocke Herrenhaus errichtet. Auf einem Rundgang durch Schloss und Keller erzählte uns der heutige Eigentümer Herr Claus seine Geschichten auf charmante Weise. Nach dem Ende des Rundganges gab es in der Gutsküche ein leckeres Grillbuffet.

Kolonistenhof Duvenstedt

Danach war noch Zeit für die Weiterfahrt zum Kolonistenhof in Neu Duvenstedt. Hier liegt ein kleines Museum, das auf anschauliche Weise über die Zeit der Kolonisten berichtet. Zunächst gab es in einem Nachbau eine anschauliche Einweisung, danach durften wir jeder auf eigene Faust die Gebäude erkunden. Leider behinderte uns dabei der einsetzende Nieselregen etwas. 

Bei den Kolonisten der Jahre 1761 bis 1764 handelte es sich meist um Zuwanderer aus Süddeutschland. Dort herrschte seit vielen Jahren ein erheblicher Bevölkerungsüberschuss. Bis zum Beginn des Siebenjährigen Krieges im Jahre 1756 wanderten viele Menschen von dort in die Länder Osteuropas aus, u.a. nach Russland. Während des Siebenjährigen Krieges war diese Möglichkeit verschlossen, so dass sich dem Dänischen König die Möglichkeit bot, seinerseits Kolonisten im Süden anzuwerben. Er konnte zwar nur weniger und schlechteres Land anbieten, aber er hatte Frieden im Lande. In Neu Duvenstedt, der letzten von insgesamt 47 Kolonien wurden 15 Höfe gebaut.